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Nähe (Intim sein) und Distanz

  • Autorenbild: Kai Helmich
    Kai Helmich
  • 8. Sept. 2021
  • 4 Min. Lesezeit

Wir sind ein Produkt unserer Vergangenheit. Darum steht schon in der Bible geschrieben: “erkenne Dich selbst, so dass Deine Wahrheit Dich frei macht”. Genauso wie die Hölle kein Ort sondern eine Zentrierungsangelegenheit ist. Hast Du gewusst dass man Hölle mit “neben sich stehend” und Himmel mit “in sich zentriert” übersetzen kann. Und noch mehr, dass das Universum da ist um uns zu dienen - Ja, uns zu dienen! Im positiven nennen wir das dann “im Flow sein”, wo alles fast von ganz alleine passiert. Im negativen Sinn spiegelt es sich als Widerstand oder Gegenwehr wieder. Es kann bis zu einem totalen Stillstand führen indem wir unmengen paralysierenden Leid, Schmerz, Trauer und Krankheit erfahren das uns lediglich auf seine Weise bittet, loszulassen von dem was man sich zu exzessiv mit identifiziert. Es dient uns also in einer Weise, die einen immer höheren Preis fordert. Bis wir endlich aufgeben, uns einem höheren Bewusstsein hinzugeben und somit zu uns zurückzukehren. Nur dann können wir auch dem grossen Ganzen dienen, wenn wir unsere Rolle auch authentisch und wahrheitsgetreu leben. Keinem ist geholfen wenn wir die Wahrheit eines anderen annehmen und diese versuchen zu verwirklichen. Wenn Deine DNA das eines Apfelbaums ist wird es unheimlich schwierig dass Du Kirschen oder Birnen hervorbringst. Wahr oder nicht?


Auch wenn Kirschen oder Birnen momentan viel mehr Ansehen oder einen besseren Preis beinhalten, so sollte es für einen Apfelbaum niemals von Frage sein, sich zu verstellen und zu versuchen Kirschen oder Birnen hervorzubringen. Das Gleichnis vom Weinstock und der Reben erzählt uns von einem Prozess das man wie bei Aschenputtel so ausdrücken könnte “Die guten ins Körbchen, die schlechten ins Kröpfchen”. Der Weinstock der keine Reben erzeugt wird weggenommen und verbrannt, so dass diejenigen die Reben erzeugen noch mehr Ertrag hervorbringen.


Und noch eine Geschichte aus Matthäus , die uns dazu aufruft, egal mit wie viel Talent wir gesegnet sind, unser(e) Talent(e) einzusetzen und nicht im Boden zu vergraben. Sie auszudrücken so dass der Samen der in uns gesät ist aufgeht und tausendfach Frucht bringt:


Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazu­gewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!

Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!

Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde ver­steckt. Hier hast du es wieder. Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

Stellt sich nun die Frage wie gehst Du mit Nähe und Distanz um?

  1. Suchst Du eher die Nähe zu einem anderen auch wenn Du dadurch DICH distanzierst, von Dir Selbst.

  2. Suchst Du die Nähe zu Dir Selbst auch wenn das heisst, dass Du Dich dadurch von anderen distanzieren must.

Wir sind alle dazu aufgerufen die Nähe zu uns selbst zu suchen und nicht der Versuchung dem Trieb nach Nähe, Geborgenheit und Sicherheit zu verfallen (co-dependency). Der Preis ist so oft der schmerzliche Tod einer Illusion.

Du bist was Du bist, und das ist gut so wie es ist

denn dass was Du bist ist von enormen Wert für diese Welt.

Du sollst Deinen Glauben (Sein) durch dein tun zur Schau stellen,

denn auch Du bist ein Sohn (Kind) Gottes

An Seinen (Ihren) Früchten sollt Ihr Ihn (Sie) erkennen.


 
 
 

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